30.05.2017. Ein neuer Tag im Loch Lomond & The Trossachs National Park. Auch am Morgen gab es noch Abschnitte mit leichtem Regen. Wir hatten es deshalb nicht eilig und fingen erst einmal an, uns im Umgang mit den Midges vertraut zu machen. Diese kleinen Biester schwirren vor allem morgens und gegen Abend durch die Luft, wo sie sämtliche Camper belästigen. Kopfbedeckung, Tuch vor dem Gesicht oder gleich das Moskitonetz auf den Kopf setzen. Das war hier die große Frage. Schnell wurde sie beantwortet: effektiv ist nur das Moskitonetz. Mit diesem Wissen starteten wir nun also voll durch. Die Wetter-App versprach Besserung im Laufe des Tages und so war der Plan, zum Loch Katrine zu fahren und dort die Gegend zu erkunden.

Nach einem zeitlich ausgedehnten Frühstück brachen wir auf; von der Wetterbesserung war noch nichts zu sehen. Scottys Navigationssystem lotste uns nach Stronachlachar. Auf dem Weg dorthin waren wir zum ersten Mal mit wirklich engen Straßen konfrontiert. Die sogenannten „Passing Places“ sind Gold wert, wenn Scotty auf Gegenverkehr trifft. Die Fahrt ist nur für wenige Menschen nervenaufreibend, denn man arrangiert sich auf solchen Straßen. Es wird in diesen kleinen Ausbuchtungen Platz gemacht und sich bedankt. Einfach wunderbar dieses entspannte Miteinander.

Den ersten Foto-Stopp legten wir am Loch Arklet ein. Von der Straße aus gibt es manchmal wundervolle Blicke über die schottischen Seen. Genau hier, wenige Meilen vor Loch Katrine, war eben ein solcher Spot. Nur wenig später kamen wir dann auch am Pier des Loch Katrine an. Während es auf der Fahrt eine Regenpause gab, schüttete es jetzt wieder wie aus Kübeln. Gut, dass man in einem Wohnmobil alles dabei hat. So gab es erst einmal eine Kleinigkeit zu Essen und zu Trinken.

Als es dann tatsächlich aufhörte zu regnen, schnürten wir die Schühchen und spazierten los. Mit den Kameras bewaffnet schafften wir vielleicht gerade einmal 1-2 km bevor uns der nächste heftige Schauer erwischte. Obwohl wir sehr gut mit Kleidung ausgestattet sind, beschlossen wir zu Scotty zurückzukehren und an das andere Ende des Loch Katrine zu fahren. Dort ist es touristisch erschlossener und am Trossachs Pier liegt die Sir Walter Scott; ein alter Ausflugsdampfer zur Erkundung des Loch Katrine bzw. des Trossachs National Parks vom Wasser aus. Gerade als wir Stoßgebete in den Himmel schicken wollten und bereits nach Opfergaben suchten, um den Regen zu stoppen, knallte plötzlich die Sonne vom Himmel und wir brachen auf.

60 min und eine Passstraße namens Duke’s Pass später, standen wir auf dem Parkplatz des Trossachs Pier. Im Geschenke-Laden kauften wir erst einmal eine „Touring-Map“, da unsere ADAC-Karten nicht alle relevanten Straßen abgedruckt haben. Anschließend schlenderten wir im Nieselregen den Pier auf und ab. Wir verbrachten etwa 1 Stunde am Pier, stiegen wieder ins Wohnmobil und nahmen den Rückweg nach Cashel auf.

Am Campingplatz angekommen, stürmte es dort heftig. Loch Lomond zeigte seine rauhe Seite, aber Sonne und Wolken wechselten sich ständig ab. Wir hatten deshalb auch einen interessanten und nie langweilig werdenden Abend, denn die Szenerie war teilweise atemberaubend schön. So schoss ich noch das ein oder andere Foto und wir ließen den Abend entspannt im Wohnmobil ausklingen. Wie immer besprachen wir den folgenden Tag, aßen, schrieben unsere Tagebücher und begutachteten unsere Bilder. Morgen verabschieden wir uns vom Loch Lomond & The Trossachs National Park und fahren weiter in den Norden.

Stellplatz

Preis

£26,95

1 Stellplatz inkl. Strom
für 2 Personen/Nacht

Route

Tageskilometer

113

Zwischenstopps

Stronachlacher Pier
Trossachs Pier