03.06.2017. 7 Tage nach dem Start unseres Urlaubs waren wir reif für die Insel. Und zwar nicht irgendeine Insel, sondern DIE Insel schlechthin in Schottland: die Isle of Skye. Also machten wir uns heute auf den Weg dorthin und planten insgesamt etwas mehr Zeit auf ihr ein als noch vor 6 Jahren. Wir wussten, was wir verpassen, wenn wir erneut zu wenig Zeit mitbringen und dann auch noch, wie 2011, Pech mit dem Wetter haben.

Dieser heutige Tag war als ein „Überfahrt-Tag“ geplant. Das heißt immer viel Fahrerei und wenig Zusatzprogramm. 249 Kilometer standen zu Buche. Hier geht keine Fahrt über eine Autobahn, dementsprechend viel Zeit muss man einplanen. Was heißt „muss“?! Man „sollte“, denn es ist ein Genuss, einfach nur durch das Land zu fahren und seine viele Facetten aus dem Wohnmobil heraus zu betrachten. Wir wären aber nicht wir, wenn wir nicht auf dem Weg irgendwelche Sehenswürdigkeiten mitnehmen und mit unseren Kameras festhalten würden.

Wir hielten also das erste Mal einem der meist fotografierten Motive in Schottland: der Eilean Donan Castle. Es ist nicht so, dass wir sie nicht schon 2011 gesehen hätten. Nein, damals waren wir sogar zur Besichtigung drinnen. Aber wir haben wetterbedingt kein schönes Foto von außen bekommen. Dieses Mal war es anders. Wir hatten einen dramatischen Himmel und damit beste Voraussetzungen für ein Foto einer alten Burg. Schon die Tage zuvor habe ich meine Motive mit viel Himmel gewählt, denn in Schottland ist dieser einfach großartig. Nachdem wir glücklich in Bezug auf unsere Fotos waren, fuhren wir nun also auf die schönste Insel von Schottland.

Wir verließen das Festland über die Skye Bridge bei Kyle of Lochalsh und freuten uns auf die kommenden zwei Tage mit gut gefüllten Tagesplänen. Viel mehr jedoch freute uns, dass wir schon bei der Auffahrt auf die Insel mehr sahen als 2011. Auch die Wetter-App versprach, dass wir all das sehen und umsetzen können, was wir vorhaben. Heute aber ging es zunächst auf den Campingplatz. Am Morgen rief ich dort noch kurz an und buchte einen Stellplatz. Wir sahen über die App der Camping and Caravanning Club-Seite, dass dieser so gut wie ausgebucht ist. Telefonieren ist alles andere als meine Lieblingsbeschäftigung, aber ich nahm es auf mich und wir hatten damit für 3 Tage Ruhe. So lange wollten wir bleiben. Am Campingplatz angekommen standen bereits die Schilder, dass dieser ausgebucht ist. Durch meine Buchung bekamen wir aber einen wunderbaren Stellplatz zentral auf der Insel am Loch Greshornish gelegen. Die Einweisung erfolgte kurz und freundlich, wie wir es mittlerweile gewohnt sind. Da es noch früh am Tag war, fuhren wir noch einmal vom Platz in Richtung einer weiteren Burg: dem Dunvegan Castle, welches etwa 10 Meilen von uns entfernt liegt.

Wir wollten abermals fotografische Aufnahmen von außen und kauften deshalb ein Ticket für die Gärten der Burg. Diese sind sehr schön und vor allem thematisch angelegt. Was wir nicht wussten, war, dass es etwa 30 Minuten später anfing so heftig zu regnen, dass wir für etwa 45 Minuten in einem kleinen Gartenhäuschen Unterschlupf suchen mussten; unsere Regenkleidung lag im Wohnmobil ganz gut im Trockenen. Im Gartenhäuschen gab es nicht allzu viel zu sehen, das Handynetz reichte nicht für das Internet und deshalb zog sich die Wartezeit wie Kaugummi. Aber wir haben ja Urlaub.

Nach dem heftigen Regenschauer ging es zurück zum Campingplatz, wo wir am Abend noch mit einem wunderbaren Sonnenuntergang verzaubert wurden. Wenn das kein guter Start in die nächsten Tage auf der Isle of Skye sind, dann weiß ich es auch nicht.

Stellplatz

Preis

£25

1 Stellplatz inkl. Strom
für 2 Personen

Route

Tageskilometer

249

Zwischenstopps

Eilean Donan Castle
Dunvegan Castle & Gardens