Gipfel
Wandern
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Mangfallgebirge | Landkreis Miesbach
Gipfel


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26.06.2018. Auch nach fast 3 Jahren, die ich jetzt im Landkreis Rosenheim wohne, bekomme ich über mein Arbeitsumfeld noch die ein oder andere Tourenempfehlung. Hierzu gehört der Soinsee, den ich bis dato nicht kannte. Also setzte ich mich an die Planung, überlegte ob ich noch einen Gipfel mit einbaue und startete an dem wettertechnisch einzig vernünftigen Tag dieser Woche.

Startpunkt ist der Wander- und Langlaufparkplatz im Süden von Geitau. Eine Parkgebühr wird hier nicht erhoben (Stand: 06/2018). Einen ersten Eindruck über mögliche Wandertouren bekommt man direkt am Parkplatz mit einem großen Wegweiser. Die Zeitangaben sind aus meiner Sicht sehr großzügig angegeben. Ich verzichte aber bewusst auf eigene Angaben, da ich in der Regel flott unterwegs bin.

Man folgt für etwa 1,5 km einer Asphaltstraße, vorbei am Segelflugplatz durch ein erstes Almgebiet bis zu einer Weggabelung. Ungewollt folgte ich dem Wegweiser, auf dem „Soinsee“ stand statt den rechten Weg zu nehmen, der nicht beschildert, aber ein offizieller Nordic-Walking-Trail ist. Es ist egal, welchem Weg man folgt, denn sie kommen beide auf dem Hauptweg wieder zusammen. Der beschilderte linke Weg führt durch den Wald, der rechte Weg ist wenig schattig. Da ich eine Rundtour gegangen bin, habe ich beide Wege kennengelernt.

Bis zu dem Punkt, wo beide Wege zusammenkommen, ist kein nennenswerter Anstieg vorhanden und somit optimal um sich ein wenig einzulaufen. Ich folgte weiterhin dem beschilderten Hauptweg Richtung Soinsee und Rotwand/Rotwandhaus, der nun bis zum Soinsee stetig und größtenteils im Wald ansteigt. Dieser Weg ist eine Forststraße, auf der man neben Wanderern auch Mountainbiker antreffen wird. Je nach Saison sollte man aufmerksam bleiben, da herunterfahrende Mountainbiker bei einem Gefälle zwischen 10 und 25 Prozent auf diesem Weg immer eine Gefahrenquelle sein können.

Nach gut 4 km hört der Wald auf, man erreicht erneut Almgebiet und passiert die bewirtschaftete Schellenberg-Alm auf 1.320 m Höhe. Diese ist von zirka Juli bis September geöffnet und die letzte Einkehrmöglichkeit vor dem Soinsee. Nach einer Pause am See (auf 1.458 m), der zu dieser Zeit und vielleicht auch wetterbedingt so gut wie gar nicht besucht war, setzte ich meinen Weg mit dem Blick auf die Ruchenköpfe in Richtung Miesingsattel fort. Dieser Weg vom See bis zur im Sommer bewirtschafteten Großtiefental-Alm (auf ca. 1.500 m) und zum Miesingsattel (auf gut 1.700 m) steigt noch einmal leicht an, lohnt sich aber definitiv im Bergsommer. Neben den bunten Almwiesen hat man auch immer die Rotwand oder zurückblickend wieder die Ruchenköpfe im Sichtfeld.

Nach Erreichen des Miesingsattels zeigt einem der Wegweiser viele Optionen auf. Für mich hieß es ab jetzt nur noch bergab zu gehen. Zuerst auf einem Bergweg durch eine kleine Kuhherde hindurch, dann auf einer breiten Forststraße bis nach Geitau zurück. Der Weg ist zwar breit und angenehm zu gehen, allerdings 8 km lang und mitunter bei einem Gefälle von etwa 20 Prozent nicht für alle Knie eine Erholung.